Will, Julia: Gold für Personalrat des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt am Main

.

 

Gold für Personalrat des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt am Main

Konzept „Stadtpolizei 55 +“

Von Julia Will, Schriftführerin des Personalrats

Bei der Stadtpolizei Frankfurt am Main sind derzeit 43 MitarbeiterInnen beschäftigt, die 55 Jahre und älter sind. Es fehlte an einem Konzept, wie lebensältere und mitunter gesundheitlich eingeschränkte MitarbeiterInnen, die nicht mehr vollumfänglich am Außendienst teilnehmen können, weiterbeschäftigt werden können. Hier waren alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Im Januar 2016 begannen KollegInnen der Stadtpolizei mit den Vertrauensleuten der ver.di erste Ideen zu sammeln, wie man den Bedürfnissen älterer MitarbeiterInnen begegnen und diese in einem altersgemäßen Rahmen bis zum Erreichen des Ruhestandes bzw. der Pensionierung einsetzen könnte. Daraufhin wurde die Idee dem Personalrat vorgestellt, welcher weiter selbstständig Ideen entwickelte ohne, dass auf Erfahrungen anderer Dienststellen zurückgegriffen werden konnte. Wichtig war dem Personalrat vor allem, dass kein ärztliches Attest vorgelegt werden muss, welches eine gesundheitliche Einschränkung oder gar eine Außendienstunfähigkeit bescheinigt, sondern man sich auf die persönlichen Angaben der MitarbeiterInnen verlässt. Im Oktober 2016 stellte der Personalrat dem Amtsleiter die Ideen in einem Schreiben vor, im Mai 2017 arbeitete eine AG, bestehend aus dem Abteilungsleiter der Stadtpolizei, dem Leiter des Führungsstabes der Stadtpolizei, drei Mitgliedern des Personalrates und vier Kollegen der Stadtpolizei, die Ideen aus und wandelte sie in ein entsprechendes Konzept um. Lobenswert war hier die konstruktive und gute Zusammenarbeit innerhalb der AG.

Im Juli 2017 wurde das Konzept veröffentlicht. Mittlerweile nutzen sieben KollegInnen das Konzept, die unter anderem als Kontaktbeamte in den Stadtteilen eingesetzt werden oder dauerhaft die vorhandenen Wachen besetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt soll künftig auch das Sicherheitsmobil sein: Die Koordination und Einsatzplanung soll durch diese MitarbeiterInnen erfolgen, da lebensältere und erfahrenere KollegInnen für die Öffentlichkeitsarbeit besonders geeignet sind. Außerdem geplant sind eine eigene Dienstgruppe „Funkleitzentrale“, sowie die Unterstützung der Dienstgruppe „Umwelt- und Naturschutz“ und der Ermittlungsgruppe. 

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2018

mehr zum Thema:
Startseite | Newsletter | Kontakt | Impressum
www.beamten-magazin.de © 2019